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Die Jan-Žižka-Geburtsstätte

Die Jan-Žižka-Geburtsstätte  ist ein Nationales Kulturdenkmal in Tschechien. Sie befindet sich zwei Kilometer südlich des Dorfes Trocnov (bis 1949 Záluží) an der Stelle des Hofes Trocznow.

Die Änfänge der Gedenkstätte liegen in dem 1908 errichteten Gedenkstein für Jan Žižka am früheren Standort der Žižka-Eiche. Nach der Gründung der Tschechoslowakei begannen unter der Leitung von Jan Petřík archäologische Untersuchungen, bei denen Reste des Hofes von Mikeš Žižka freigelegt und für den Hof von Jan Žižka gehalten wurden. Im Zuge der Bodenreform ging der Hof Trocnov 1923 in den Besitz des Staates über. 1956 wurden bei großflächigen Ausgrabungen unter Leitung des Archäologen Antonín Hejna vom Archäologischen Institut der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften (ČSAV) die Grundmauern des Hofes von Jan Žižka entdeckt und freigelegt. Zwischen 1957 und 1960 erfolgte eine Umgestaltung zum Museum der Hussitenbewegung. Der Bildhauer Josef Malejovský schuf von 1958 bis 1960 aus Liberecer Rosengranit ein zwölf Meter hohes Monumentaldenkmal für den Heerführer. Am Hof von Mikeš Žižka wurde ein neun Meter tiefer Brunnen freigelegt. In den Jahren 1974 und 1979 fanden auf dem Areal Festveranstaltungen anlässlich des 550. bzw. 555. Todestages von Jan Žižka statt. Zudem entstand ein Museum zur Geschichte der Hussitenbewegung. Seit 1960 gilt die die Jan-Žižka-Geburtsstätte als Denkmal und seit 1978 als Nationales Kulturdenkmal.

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