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Steinerne Brücke

Die Steinerne Brücke in Písek wurde auf Geheiß von Přemysl Otakar II. als Bestandteil des Goldenen Steigs durch die königliche Bauloge von Písek und Zvíkov errichtet. Sie gehört zum nationalen Kulturdenkmal und ist die Perle der Stadt. Mit dem Bau der Brücke wurde zweifelsfrei in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begonnen, die ersten schriftlichen Erwähnungen über die Brücke stammen jedoch aus dem Jahr 1348 - aus der Ära der Regentschaft Karls IV.

Im Mittelalter wurden große Steinbrücken aufgrund deren technischer Schwierigkeit und außerordentlich hohen Kostenaufwands relativ selten errichtet.   Mit dem Bau der Steinernen Brücke von Písek wurde zweifelsfrei in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begonnen - unter der Regentschaft von König Přemysl Otakar II. (1253 - 1278). Dies wird durch die Steinmerkmale auf den Quadern belegt, welche mit denen übereinstimmen, die an weiteren Bauten in Písek entdeckt wurden. Bei der Brücke sowie auch bei anderen wichtigen Bauten in der Stadt (die Burg, die Hauptkirche, das Dominikanerkloster, die Vogtei) handelt es sich um Produkte, welche durch die Bautätigkeit der königlichen Bauloge von Písek und Zvíkov entstanden sind.  Allerdings stammen die ersten schriftlichen Erwähnungen über die Brücke aus dem Jahr 1348 - aus der Ära der Regentschaft Karls IV. In jener Zeit verlief der Goldene Steig über die Brücke, wodurch die böhmischen Länder mit Bayern und Oberösterreich verbunden waren. Bis zu 1300 Lasttiere passierten im 16. Jahrhundert die Brücke.  Nach Böhmen wurden über diese Brücke Salz, teure Stoffe, Südfrüchte und Wein gebracht, nach Bayern wiederum Getreide, Malz, Honig, Fett und Fische.

Die Brückenlinie ist etwas gegen die Flussströmung gespannt. Die zu einem Halbkreis gewölbten Bögen befinden sich auf Pfeilern, welche in Richtung Süden - gegen die Strömung der Otava - die Form eines Keils mit scharfer Schneide haben.  Zu beiden Enden der Brücke sind die Verteidigungstürme gestanden.  Das Hochwasser, im Februar 1767, hat den Brückenturm am linken Ufer mitgerissen sowie zwei Bögen in der Form beschädigt, dass sie in Rahmen der Reparatur durch nur einen Turm - einen Segmentturm - ersetzt wurden. Im Jahr 1821 wurde aufgrund der schlechten Statik auch der Turm am rechten Ufer abgerissen. Für den Bau wurden Quader aus Moldaugranit verwendet. Die Brücke hat eine Länge von 109,75 m sowie eine Breite von 6,25 m und befindet sich in einer Höhe von 6 Metern über dem Wasserspiegel. Auf der Wasserseite befinden sich fünf Eisbrecher, durch welche die Brücke nicht nur vor Eis geschützt wird, sondern auch vor im Wasser treibenden Bäumen.

Im 18. Jahrhundert befanden sich auf dem Brückengeländer barocke Statuen: die Calavarien-Statuengruppe, die Statue des hl. Antonius von Padua, die St.-Johannes-Nepomuk-Statue und die St.-Anna-Statue. Bei der Calavarien-Statuengruppe handelt es sich wahrscheinlich um das Werk des Bildhauers Jan Hammer aus Čimelice. Die Autoren der anderen Statuen sind nicht bekannt. Die Statue des hl. Antonius von Padua wurde Písek im Jahr 1770 von Philipp Bieschin zu Bieschin - dem einstigen Hauptmann der Region Prácheň - gewidmet (auf dem Sockel ist dessen Wappen eingemeißelt). Seit 1998 befinden sich auf der Brücke Kopien von allen Plastiken. Deren Originale können in den Ausstellungen des Prácheň-Museums in Písek besichtigt werden.

Heute gehört die Brücke zum nationalen Kulturdenkmal und ist die Perle der Stadt.

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