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Kákov (Gojau)

Die älteste schriftliche Aufzeichnung über Kájov stammt aus dem Jahre 1263. Kájov ist ein bekannter Wallfahrtsort mit vielen Quellen, die die ersten Pilger mit Heilwasser versorgt haben. Vor allem Kranke hofften durch die heilsamen Wasser auf die Heilung ihrer Leiden. Die Umgebung der Kirche Kájov mit der berühmten Statue der Jungfrau Maria ist auch als Energieort bekannt. Der einzigartige sakrale Komplex besteht aus der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, der Marientod-Kapelle und des Pfarrhauses mit dem Hospiz und wurde im Jahre 1995 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Das älteste Gebäude des gesamten Areals ist die ursprüngliche frühgotische Kirche Marientodes aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts, das bedeutendste Gebäude ist dagegen die spätgotische Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt, welche als Inbegriff der südböhmischen Hochgotik gilt. Der Legende nach wurde der Hauptaltar auf der Stelle der ursprünglichen Heilquelle erbaut. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert, sein spätgotisches Aussehen erhielt er während eines Umbaus in den Jahren 1471 bis 1488. Die Blütezeit erlebte der Wallfahrtsort Kájov in der Barockzeit unter dem Zisterzienser Matěj Aleš Ungar, der später als Abt in Zlatá Koruna (Goldenkron) wirkte. Zu dieser Zeit fanden hier auch bedeutsame Kirchenfeste statt, zu denen die Pilger von nah und fern strömten. Jährlich findet hier am zweiten Oktobersonntag eine Wallfahrt statt, bei der die ganze Gemeinde wieder zum Leben erwacht. Zwei Radwege führen durch den Ort.

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