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Stadt Písek

Das südböhmische Písek ist eine Fahrstunde von Prag entfernt, am Gold führenden Fluss Otava gelegen, dessen Ufer durch die älteste erhaltene Steinerne Brücke in Böhmen miteinander verbunden sind.  Wir präsentieren Ihnen eine kulturelle, historische Stadt, welcher der Titel Bester Ort zum Leben 2012* verliehen wurde sowie eine Stadt, die sich in die einmalige Naturszenerie des Gebirges Písecké hory sowie in die Flusscanyon- und Teichlandschaft einfügt.  Aufgrund seiner günstigen Bedingungen war Písek seit Urzeiten besiedelt. Wann genau die Königsstadt gegründet wurde, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass deren Name 1243 vom Schreiber von König Wenzel I. in einer auf Lateinisch verfassten Urkunde vermerkt wurde: „ APUD PEZCH“, in Písek bzw. bei Písek. Aber auch weitere Herrscher der Přemysliden haben der Stadt gehuldigt und sich hier oft aufgehalten.   Von wahrscheinlich nachhaltiger Bedeutung für die Entwicklung der Stadt am Anfang deren Existenz war die Blütezeit des Goldwaschens im Fluss Otava sowie die Golderzbergwerke im Gebirge Písecké hory.   Die Stadt hatte aber auch beträchtliche Einnahmen aus dem sog. "Goldenen Steig", der durch die Stadt verlief und wodurch die Waren aus Österreich in die böhmischen Länder transportiert wurden. Während der Hussiten-Kriege standen die Einwohner von Písek auf der Seite der Rebellen.   Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gehörte Písek zu den reichsten böhmischen Städten. Im Jahr 1532 wurde die Stadt jedoch von einem Brand heimgesucht, bei welchem sie fast komplett zerstört wurde. Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges bedeutete für Písek eine weitere Katastrophe.  Im Jahr 1618 hat sich die Stadt der Seite der Stände angeschlossen. Infolge dessen wurden die Vororte Písek sowie die umliegenden Dörfer im Jahr 1619 von den Kaisertruppen niedergebrannt.  Im September 1620 hat Písek die schlimmste Plünderung in seiner Geschichte erlebt. Nachdem Maria Theresia den Thron bestiegen hatte, befand sich die Stadt im Zeitraum von 1741 bis 1742 abwechselnd im österreichischen, französischen sowie bayerischen Besitz. Das 19. Jahrhundert bringt für Písek eine neue Ära sowie Entwicklung mit sich. Die Verteidigungsmauern der Stadt werden durchbrochen, die Burggräben werden zugeschüttet und an deren Stelle Grünanlagen errichtet. Im Jahr 1875 kommt die Eisenbahn nach Písek. Im Jahr 1887 wird von František Křižík die elektrische Beleuchtung mit Bogenlampen eingeführt. Das Elektrizitätswerk der Königsstadt Písek nimmt im Jahr 1888 seinen Betrieb auf und ist bis heute funktionstüchtig. Am 14. Oktober 1918 wird in Písek als Erstes die unabhängige Tschechoslowakische Republik ausgerufen.   Damit beginnt die neuzeitliche Geschichte, welche mit zwei Weltkriegen verbunden ist, die für Písek am 6.5.1945 mit dem Einmarsch der amerikanischen Armee und am 10.5. mit dem Einmarsch der sowjetischen Armee endet.

*Studie der KPMG der Tschechischen Republik, Städtekategorie 20 – 50 Tsd. Einwohner

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