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Predigen in der Natur

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JAN HUS WURDE IM JAHRE 1412 MIT DEM KIRCHENBANN BELEGT. MIT DIESEM WURDE AUCH DERJENIGE, DER MIT IHM KONTAKT HATTE, BELEGT, D.H. DIE BETROFFENE PERSON DURFTE NICHT IN DIE KIRCHE GEHEN, KINDER TAUFEN ODER DEN VERSTORBENEN DIE LETZTE ZEHRUNG GEBEN. JAN, DAMIT ER SEINE TREUEN NICHT VERLETZTE, ZOG SICH AUFS LAND ZURÜCK. SEIN GROSSER ANHÄNGER ČENĚK VON WARTENBERG FAND FÜR IHN EIN JAHR SPÄTER EIN ASYL AUSSERHALB VON PRAG AUF DER ZIEGENBURG (KOZÍ HRÁDEK) UNWEIT VON SEZIMOVO ÚSTÍ. HIER SCHRIEB JAN SEINE WICHTIGSTEN WERKE UND GING VON HIER ALS WANDERPREDIGER IN DIE NÄHEREN UND ENTFERNTERN ORTE.

„Zuerst predigte ich in den Städten und auch in den Straßen, doch nun predige ich zwischen den Zäunen entlang der Burg namens Kozí, zwischen den Wegen der Städte und Dörfer...“
Auch heute noch ist an vielen Orten in Böhmen seine Teilnahme an den Gottesdiensten in der freien Landschaft überliefert.

Linde in der Gemeinde Chlístov

Der heutige Torso der Sommerlinde erinnert nur schwerlich an ihren einstigen Ruhm. Der Überlieferung nach predigte Jan Hus unter der Linde im Jahre 1414. Nach dem geschätzten Alter könnte die Linde in jenem Jahre bereits 150 Jahre alt gewesen sein.

„Bereits damals soll diese Linde so mächtig gewesen sein, dass auf ihren Ästen viele Zuhörer saßen, denen es nach den Worten der Wahrheit verlangte.“

Die Linde sollte einst gefällt werden, wurde jedoch samt Grundstück durch den Bauer Fidler aus dem Haus Nr. 1 gekauft und somit gerettet. Die Volksversammlungen fanden unter dieser Linde auch später statt. Im Jahre 1900 kamen hier zu einer öffentlichen Versammlung über 700 Menschen.

Die Volksblätter schrieben damals: „Über siebenhundert Personen, Männer und Frauen, trafen sich aus der ganzen und weiten Umgebung, aus den Gemeinden und Siedlungen, an die 2-4 Stunden entfernt, und schlugen ein Lager auf der Wiese auf, rund um Hussens Linde, unter welcher eine Tribüne aufgestellt war, von der gesprochen werden sollte“. Im Jahre 1995 zerbrach ein Gewittersturm die Baumkrone, nach fachgerechter Behandlung wächst die Linde weiter. Mittlerweile erfolgte die letzte Behandlung im Jahre 2008.

Linde in Sudslavice

Auch die Linde unweit von Vimperk wurde Hus-Linde genannt. Auch unter dieser Linde predigte angeblich Jan Hus. Das geschätzte Alter von 600 Jahren zeugt allerdings davon, dass Meister Jan diese Linde höchstens gepflanzt haben könnte. Die Linde ist über 30 Meter hoch, der Stammumfang erreicht fast 12 Meter. Gemeinsam mit der Linde in der Gemeinde Chlístov handelt es sich um die beiden mächtigsten südböhmischen Linden. Die letzte Behandlung der Linde wurde im Jahre 2011 durchgeführt. Die starken Äste in der Krone sind durch Seile verbunden und das Loch nach dem abgebrochnen Ast ist überdacht. Unter der Linde findet das regelmäßige Treffen der Akkordeonspieler statt. Herr Vanický, der Besitzer der Mühle neben der Linde, zeigt den Touristen bestimmt gern die Mühleneinrichtung.

Weitere Tipps für Ausflüge

  1. Linde in der Gemeinde Chlístov
  2. Linde in der Gemeinde Sudslavice
  3. Allee in Bohumilice
    • In der unlängst revitalisierten Allee oberhalb der Gemeinde Bohumilice befinden sich 76 Linden, deren Alter auf 150 Jahre geschätzt wird. Beim alten Weg nach Bošice, an Orten mit schöner Aussicht, sind hier Tisch und Bänke installiert.
  4. Lehrpfad Rund um Sudslavice
    • Der Lehrpfad entstand in den Jahren 1974 - 1977 etwa 5 km von Vimperk. Er beginnt bei der Linde in Sudslavice und hat 15 Stationen. Er führt über das Naturschutzgebiet Opolenec, wo die Fragmente des Schuttwaldes dominieren, durch das Gebüsch und über mesophile Wiesen des Gebirgsvorlandes. Es gibt hier zahlreiche Kalkfels-Gesteinsausbisse. Hier befinden sich ebenfalls sieben Arten von Orchideen und der seltene Böhmische Enzian.
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