Radfahren an unentdeckten Orten der Region Český Krumlov

Eine mittellange und mäßig anspruchsvolle Tour zu weniger bekannten Orten und Sehenswürdigkeiten in der Region Český Krumlov.

Český Krumlov (start)

Die Strecke führt direkt vom Svornost'-Platz im Zentrum von Český Krumlov aus, man kann aber auch über die Linecká-Straße oder die Za-Tavírna-Straße einsteigen. Gleich zu Beginn führt ein langer Anstieg den Hang des Křížová hora hinauf nach Slupenec (in Krumlov als Sitz des Reitvereins bekannt). Folgen Sie dem Radweg von Slupenec nach Spolí und Práčov. Ein Stück weiter, in der Nähe des Dorfes Všeměry, schlängelt sich eine Serpentine hinunter zur Moldau, aber Sie fahren weiter bis zum Dorf Zátoň. Rathaus am Platz Svornosti

Zátoň

Im malerischen Dorf Zátoň, einem der ältesten Dörfer in der Region Český Krumlov, das sich um beide Ufer der Moldau erstreckt (früher gab es hier eine Furt auf dem Handelsweg nach Linecké), war bis 1491 ein Benediktinerkloster aus Ostrov u Davle tätig. Auf den Überresten der ehemaligen romanischen Kapelle steht heute die Kirche St. Johannes der Täufer, die das Ortsbild prägt. Das Gebäude der ehemaligen Schule und des Pfarrhauses wurde zum (renommierten) Vier-Sterne-Sporthotel Zátoň umgebaut. Heute gibt es in Zátony keine Furt mehr, aber eine moderne Brücke, über die man auf das linke Moldauufer gelangt und nach links in die Straße 160 abbiegen kann. Zum Glück ist die Strecke auf dieser relativ stark befahrenen Straße nur kurz (ca. 200 m), denn oberhalb des Strážný-Bachs biegen Sie rechts ab und folgen dem Radweg 1245 bis zur Siedlung Suš und dann nach Světlík. Hier haben Sie bereits mehr als die Hälfte der Strecke zurückgelegt.

Zátoň

Světlík

Světlík wurde 1423 von den Hussiten geplündert und niedergebrannt, aber noch schlimmer erging es der Stadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als der Ort praktisch von der Welt abgeschieden wurde. Das ist heute nicht mehr der Fall, denn das malerische und freundliche Dorf ist ein Knotenpunkt vieler Radwege, so dass es vor allem in der Sommersaison sehr lebendig ist. Auf dem Dorfplatz steht ein steinerner Brunnen, der angeblich 80 Jahre lang unter der Erde verborgen war und in dem heute wieder Wasser fließt. Von Světlík aus fahren Sie in Richtung Norden, biegen aber bald nach rechts auf einen Waldweg ab, der Sie zu den ausgedehnten Ruinen der Festung Pasovary führt.

Světlík

Pasovary a Slavkov

Die gotische Festung von Pasovary stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Stil der Renaissance und später im Barockstil umgebaut. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist der Ort verlassen. Derzeit wird einer der Keller vom Verein Z Pasovar verwaltet, der ein kleines Museum betreibt, in dem man mehr über Pasovary erfahren kann.

Nachdem Sie die Ruinen besichtigt haben, kehren Sie auf die Straße zurück, wo Sie eine weitere Festung ansteuern können, diesmal im Dorf Slavkov. Sie ist in einem viel besseren Zustand, aber leider unzugänglich. Die mächtige Slawkow-Linde, ein geschützter Baum, ist eine Augenweide und ein kühlender Schattenspender auf dem Dorfplatz. Festung und verlassenes Dorf Pasovary

Větřní

Es sind noch 10 km, aber das Dorf Větřní liegt noch vor Ihnen. Ein hoher Schornstein mit einem rot-weißen Streifen überragt es wie ein Leuchtfeuer, das Sie sicher in die richtige Richtung leitet. Er gehört zu Papírne Větřní (JIP), einer der größten Papierfabriken in der Tschechischen Republik. Sie wurde 1867 von Ignác Spiro gegründet und war zu seinen Lebzeiten die größte in Österreich-Ungarn und später in ganz Mitteleuropa.

Český Krumlov (Ziel)

Am Ortsrand von Větřní (Richtung Český Krumlov) überqueren Sie nach dem Gleis zur Papierfabrik die Brücke zum rechten Moldauufer und folgen dem Radweg entlang des Flusses und damit der flachen Straße zurück nach Český Krumlov. Unterwegs kommen Sie am markanten Papouščí-Felsen vorbei (hier werden Erfrischungen angeboten), wo Sie auch ein modernes Wehr mit einem Wasserkraftwerk sehen werden.

Český Krumlov (Ziel)