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Prämonstratenser Kloster in Milevsko

Seine ursprüngliche romanische Gestalt vom Ende des 12. Jahrhundert blieb
größtenteils bis zum heutigen Tage erhalten. In der zweiten Hälft e
des 13. Jahrhunderts kam es zu ersten Bauänderungen im gotischen
Stil. Das Kloster bekam teilweise den Charakter einer Festung und
dank der lateinischen Schule in seinen Räumen wurde es zu einem
bedeutenden Zentrum der Kultur und Bildung in Südböhmen. Zu Zeiten
der Hussitenkriege brannte das Kloster aus und wurde geplündert.
Einen Aufschwung erlebte das Kloster im Laufe des dreißigjährigen
Krieges, zu diesen Zeiten wurden die Prämonstratenser von Strahov
zu den neuen Verwaltern. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das
Kloster im Barockstil umgestaltet. Umgebaut wurden die Dechanei, die
lateinische Schule, das Konvent und die Klosterkirche. Geändert wurde
auch die Weihung auf Mariä Heimsuchung. Zu Zeiten der Reform von
Josef II. wurde die Abtei von Milevsko aufgelöst. Der Besitz des Klosters
blieb jedoch in den Händen der Prämonstratenser von Strahov. Aus der
Mariä Heimsuchung Kirche wurde eine Pfarrkirche, die im Jahre 1805
zur Dechanei wurde. Eine andere Nutzung fanden die Klostergebäude
im Laufe des 1. Weltkrieges, wo sie als Militärlazarett genutzt wurden.
Im Jahre 1950 wurde sie von einem Großgrundbesitz übergenommen.
Weitere diente es als Stadtarchiv, Kreismuseum und im Jahre 1989
wurde das Kloster die Prämonstratensern von Strahov zurückgegeben.
Diese errichteten hier ein Noviziat und Ordenshaus. Man kann die
historischen Räume der ehemaligen Prälatur besichtigen, wo sich
Museumsausstellungen befi nden, weiter kann man die Klosterkirche
mit Fragmenten des Kreuzganges und den Park sehen. Für
Besucher sind zwei Besichtigungstrassen vorbereitet - „Leben der
Prämonstratenser Brüder“ und „Sakralbauten“.

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