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Burg und Schloss Jindřichův Hradec

Das Schloss in Jindřichův Hradec ist der drittgrößte Denkmalkomplex in der Tschechischen Republik.

Das Schloss in Jindřichův Hradec gehört zu unseren bekanntesten und größten Objekten. Es durchlebte eine komplizierte bauliche Entwicklung. Der ursprüngliche Name des heutigen Jindřichův Hradec, in der lateinischen Sprache „Nova domus“ und in der deutschen Sprache „Neuhaus“, deutet darauf hin, dass die Burg einen Vorgänger gehabt haben muss.

Eine systematische Erforschung machte es möglich, die Anfänge der hiesigen Besiedlung festzustellen. Die Ergebnisse dieser Erforschungen führen zu dem Schluss, dass es hier bereits im 10. Jahrhundert eine slawische Burgstätte gab, welche ohne Zweifel ihre Rolle in der Přemysliden-Burgverwaltung gespielt haben musste. Vor der Hoffassade des Palastes Adams II. wurden Reste einer Wallbefestigung gefunden. Bis zum Zeitpunkt der Entdeckung dieser Tatsache wurde die Entstehung der Burgstätte auf das Ende des 12. Jahrhunderts datiert. Ein weiterer Nachweis für die Altertümlichkeit der hiesigen Besiedlung sind Funde in der Kirche des Heiligen Johannes des Täufers, an deren Stelle Ende des 12. Jahrhunderts eine große romanische Kirche stand. Hiermit wird die Gründung der ältesten steinernen Bauwerke in Jindřichův Hradec in den Zeitraum vor der Ankunft des Geschlechts der Vítkovcer (Wittigonen) hinein verlegt. Für den ursprünglichen königlichen Besitz der Burg spricht auch die Tatsache, dass die Burg im Jahre 1277 von König Přemysl Otakar II. Oldřich (Ulrich) I. auf kurze Zeit als ehemaliges Gut der Krone weggenommen wurde. Ein Jahr später kehrte es nach Hradec zurück. Es kann daher vorausgesetzt werden, dass die steinerne Burg, die zu den ältesten königlichen Burgen mit Umfassungsbebauung  gehört, vom König gegründet wurde und in einer noch im Bau befindlichen Form von den Vítkovcern (Wittigonen) übernommen und zu Ende gebaut wurde. Der Name des ersten hiesigen Herrn aus dem Geschlecht der Vítkovcer (Wittigonen)  – Jindřich (Heinrich) – ging dann in die Benennung der Burg sowie der Stadt über.

Angebot an Besichtigungsrundgängen

Besichtigungsrundgang A – Adam-Bau

Eine klassische Schlossexposition mit Räumen, die im Renaissance-, Barock-, Rokoko-, Empire- und Klassizismusstil eingerichtet sind. Zur Ausstattung gehören eine Reihe von Möbeln, Gemälden und Porzellan. Als einzigartig gelten die ursprünglichen Renaissanceräume, die sog. Grünen Räume, und das Werk Peter Brandls, eines böhmischen Malers des Hochbarocks, „Josef von Ägypten gibt sich seinen Brüdern zu erkennen“.

Besichtigungsrundgang B – Gotische Burg

Eine mittelalterliche Burg mit ursprünglichen Interieuren, einem Königlichen Saal mit einer Minigalerie böhmischer mythologischer sowie auch wirklicher Herrscher, der Burgkapelle des Hl. Geistes, einer Schwarzen Küche und einem europäischen Unikat – der Hl.-Georg-Legende (Wandmalereien aus dem Leben des Heiligen Georg aus dem Jahre 1338). Man kann hier die so genannte Jindřichohradecer Madonna sehen (eine spätgotische Plattenmalerei aus dem Jahre 1460).

Besichtigungsrundgang C – Spaziergang durch die Jahrhunderte

Ein Besichtigungsrundgang durch klassizistische Räume, deren Ausstattung aus dem Tscherniner Jagdschloss Jemčina hierher gebracht wurde, und zwar inklusive der Gemäldegalerie der Tscherniner Hundemeute. Weiter dann die ursprünglichen Interieure aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, die Portraitgalerie der Familie Tschernin (die letzten Schlossbesitzer) und zum Schluss eine Perle des europäischen Manierismus, das Gartenrondell.

Schwarzer Turm - Hungerturm

Turm- und Hungerturmbesichtigung und Besichtigung der Reste der ältesten Burgküche. Rundgang mit individueller Besichtigung.

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